Grenzvermessung

Alles zum Thema Grundstück, Teilung und Eigentumssicherung.

Grenzvermessung

Grundteilung

Soll ein Grundstück verändert werden, ist ein Teilungsplan erforderlich. Eine solche Änderung kann eine Parzellierung, ein Kauf oder Verkauf von Grundstücksteilen oder eine Abtretung sein. Der Teilungsplan des Vermessungsbefugten muss bei der zuständigen Vermessungsbehörde eingereicht werden und wird katastertechnisch geprüft. Daraufhin wird die "Bescheinigung gemäß § 39 VermG" ausgestellt, welche eine Voraussetzung für die grundbücherliche Durchführung darstellt.

 

Für die Erstellung des Teilungsplans ist es notwendig, eine Grenze zu vermessen und zu verhandeln. Unter Umständen muss dafür zuvor eine Korrektur oder eine Verbesserung der digitalen Katastralmappe durchgeführt werden.

Grundstückvereinigung

Der Geometer kann für die Eigentümer beim zuständigen Vermessungsamt die Grundstücksvereinigung beantragen. Die betreffenden Grundstücke müssen aneinandergrenzen und in derselben Katastralgemeinde liegen. Darüber hinaus müssen die Grundstücke, die vereinigt werden sollen, entweder unbelastet oder gleich belastet sein.

Grenzermittlung

Wenn der Verlauf der Grenze oder die Grenzpunkte nicht bekannt sind oder nicht gefunden werden können, muss oft eine Grenzermittlung durchgeführt werden. Der Vermessungsbefugte holt dazu die alten Vermessungsnachweise beim zuständigen Vermessungsamt ein, rekonstruiert sie und transformiert die Koordinaten der Grenzpunkte in das Landessystem, um die Lage der Punkte in der Natur anzeigen zu können.

Die Grenzfeststellung erfolgt im Rahmen einer Grenzverhandlung zwischen allen betroffenen Eigentümern.

Wenn sich herausstellt, dass die Grenze in der Natur von der Grenze der digitalen Katastralmappe abweicht, ist bei der Vermessungsbehörde eine Mappenberichtigung oder Qualitätsverbesserung zu beantragen und eine entsprechende Vermessungsurkunde zu erstellen.

Grenzwiederherstellung

Für die Wiederherstellung von Grenzpunkten, die beispielsweise aufgrund von Baumaßnahmen verloren gegangen sind, muss das betroffene Grundstück im Grenzkataster eingetragen sein.

 

Der Vermesser holt die Vermessungsunterlagen beim Vermessungsamt ein und vermarkt anhand dieser Unterlagen die Punkte in der Natur. Eine Grenzverhandlung ist nicht notwendig.